Noch 1300 km bis Tromsöya

Ich wache von dem Trommeln des Regens auf das Dach meines FidiBus auf. Der Wetterbericht hatte recht. Es ist halb fünf am Morgen und draußen ist es bereits wieder hell. Das Trommeln des Regens wirkt auf mich beruhigend und einschläfernd und als ich das zweite Mal erwache, ist es halb acht. Es geht nichts über einen ruhigen und tiefen Schlaf. Von der Reise gibt es nicht viel zu berichten. Auf meinem Weg liegt gleich zu Beginn die Ruine des Zisterzienserklosters von Alvastra aus dem Gründungsjahr 1143.
Die Route E4 ist wegen Sprengarbeiten gesperrt und ich weiche ein wenig weiter nach Westen aus. Landschaftlich ist es hier sehr lieblich, trotz weiter sinkender Temperatur. Kurz hinter Söderhamn suche ich mir einen Schlafplatz und werde an der Küste des Bottnischen Meerbusens zwischen Gävle und Sundsval auf einer kleinen Halbinsel fündig. Der Weg führt über eine vierzehn Kilometer lange Schotterpiste, aber es lohnt sich. Links und rechts leuchten im Wald noch einige Schneereste. Von grünen Bäumen ist außer bei den Fichten noch nichts zu erkennen. Meteorologisch bin ich wieder Mitte März gelandet. Vor mir öffnet sich die Schärenlandschaft, ein paar vereinzelte Häuser stehen am Ufer und im leicht bewegten Wasser schaukelt hier und da ein Ruderboot. Es ist ruhig und friedlich.
Es ist viertel vor zehn und die Dämmerung bedeckt langsam die Bucht und meinen FidiBus.